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09. Juni 2026

Glocal Dining im Business Hub

Das ZOOM Restaurant & Bar verbindet lokale Klassiker mit internationalen Lieblingsgerichten. Executive Chef Robert Jentzsch erklärt, warum ehrliche Küche immer wichtiger wird.

Wer an einem warmen Sommerabend auf der Terrasse des ZOOM Restaurant & Bar sitzt, vergisst schnell, dass sich wenige Meter entfernt ein Flughafen befindet. Der Blick schweift ins Grüne und auf den Tellern treffen Zürcher Klassiker auf internationale Lieblingsgerichte.

Genau diese Verbindung macht das ZOOM im Hyatt Place Zurich Airport The Circle aus. Das Konzept nennt sich Glocal Dining: globale Gerichte und lokale Spezialitäten finden hier auf derselben Karte Platz. Verantwortlich für dieses kulinarische Angebot ist Robert Jentzsch, Cluster Executive Chef der Hyatt-Hotels am Flughafen Zürich.

Seit dem vergangenen Jahr trägt er die Gesamtverantwortung für sämtliche gastronomischen Angebote der Hyatt-Hotels im Circle – vom ZOOM über das Babel Restaurant und die Bar Iris bis hin zum Catering für das Circle Convention Center. Damit prägt er einen wichtigen Teil des gastronomischen Angebots im Circle, einem der bedeutendsten Business Hubs in der Schweiz.

Vom Rohbau zur kulinarischen Verantwortung

Im Gespräch erzählt Robert, dass er bereits 2020 als Teil des Pre-Opening-Teams in den Circle kam, der sich damals noch im Rohbau befand. Sein Weg führte ihn über Stationen im Park Hyatt Dubai, im Hyatt Regency Köln und im Park Hyatt Zürich an den Flughafen Zürich.

«Ich habe immer darauf spekuliert, dass ich irgendwann hierherkommen darf», gibt Robert mit einem Lächeln zu. Dieser Wunsch erfüllte sich. Zunächst begleitete er die Eröffnung, übernahm danach die Verantwortung für den Convention-Bereich und wurde im Juli 2025 Cluster Executive Chef für sämtliche Hyatt-Formate: «Ich liebe den Mix aus Planung, Organisation, überall involviert sein und überall Bescheid zu wissen.

Was bedeutet eigentlich Glocal Dining?

Das kulinarische Konzept des ZOOM basiert auf einer einfachen Idee: Gäste sollen sowohl internationale Klassiker als auch lokale Spezialitäten finden. «Bei uns gibt es Burger, Sandwiches und Wraps, aber eben auch ein gutes Zürcher Geschnetzeltes oder eine Kalbsbratwurst mit Bürli und Senf», erklärt Robert. Gerade die Mitarbeitenden aus dem Circle würden die regionalen Gerichte schätzen. «Die Speisekarte ist ein Spiegel des Circle». Wie der Circle selbst bringt sie Menschen aus unterschiedlichsten Branchen, Kulturen und Ländern zusammen.

Vom Business Lunch bis zum Familienfest

Während mittags Mitarbeitende aus dem Circle, Geschäftsleute sowie Teilnehmende von Veranstaltungen im Circle Convention Center dominieren, gehen am Abend Hotelgäste, Reisende und zunehmend auch Gäste aus den umliegenden Gemeinden oder aus der Stadt Zürich ein und aus. Robert dazu: «Vom schnellen Business Lunch bis zum Familienfest am Wochenende erfüllen wir unseren Gästen jeden Wunsch.»

Gerade diese Vielseitigkeit passt zum Circle. Als Business Hub vereint er Unternehmen, Hotels, Eventflächen, Gesundheitsangebote, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie an einem Ort. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Bedürfnisse der Gastronomie-Gäste – und genau damit arbeitet das ZOOM.

Dass das Restaurant dabei mehr als nur gutes Essen bietet, zeigt sich besonders draussen. «Die Terrasse ist mein persönlicher Lieblingsplatz. Man sitzt hier mit Blick ins Grüne und vergisst eigentlich, dass man sich am Flughafen befindet», lädt Robert ein.

Verantwortung statt Kontrolle

Unter Roberts Verantwortung arbeiten rund 40 Köchinnen und Köche, etwa 45 Mitarbeitende im Service sowie 12 Stewards. An starken Tagen verlassen bis zu 1'500 Mahlzeiten die Küchen der Hyatt-Hotels und -Restaurants sowie des Circle Convention Center.

Trotz dieser Grösse setzt Robert bewusst auf Vertrauen: «Jede Küche wird von einem eigenen Küchenchef geführt. Sie schreiben ihre Menüs selbst und führen ihre Küche, als wäre es ihre eigene.» Er gibt nur den roten Faden vor, unterstützt und begleitet. Dieses Vertrauen und der respektvolle Umgang seien dann auch einer der wichtigsten Gründe, weshalb viele Mitarbeitende seit Jahren hier tätig sind.

Qualität statt Schaum und Gel

Wenn Robert über moderne Gastronomie spricht, fällt ein Begriff immer wieder: Qualität.

Für ihn geht der Trend in Richtung Einfachheit, Regionalität und Transparenz: «Die Gäste wollen heute wissen, woher ein Produkt kommt, wie es hergestellt wurde und welche Geschichte dahintersteckt.» Deshalb setzt er wenn immer möglich auf Schweizer Fleisch und regionale Produkte.

Auch kulinarisch hat Robert eine klare Linie: «Wir konzentrieren uns auf das Produkt, auf Qualität und auf Geschmack. Wenn das Produkt gut ist, braucht es keinen Schaum und kein Gel.» Neue Ideen und Trends seien wichtig, müssten aber immer zum Konzept passen. Für den Executive Chef gilt deshalb: Evolution statt Revolution. Neben den bewährten ZOOM-Klassikern erhalten die Köchinnen und Köche bewusst Raum für eigene Ideen und saisonale Kreationen. So bleibt die Karte vertraut und überrascht dennoch regelmässig mit Neuem.

Von Sonntagsbraten und Short Rib

Die Leidenschaft für ehrliche Küche begleitet Robert bereits seit seiner Kindheit in Dresden. Sein Grossvater war Koch. Seine Mutter brachte ihn schliesslich auf die Idee, selbst eine Kochlehre zu absolvieren. Er gesteht: «Seit dem ersten Tag hatte ich Freude an diesem Beruf.» Bis heute prägen ihn die Gerichte aus seiner Kindheit: «Sonntags gab es immer einen Braten. Das liebe ich heute noch.»

Überhaupt schwärmt er von Schmorgerichten: «Ein gutes Gulasch ist mir hundertmal lieber als jede Schaum- und Gelküche.» Auch privat bevorzugt Robert genau diese Art von Küche: ehrlich, handwerklich sauber und voller Geschmack, etwa «in Form einer herzhaften Pasta». Wenn er aber selbst im ZOOM isst, dann favorisiert er das sommerliche BBQ-Angebot. Sein persönlicher Favorit: das Short Rib.

Drei Worte für das ZOOM

Zum Abschluss bitte ich Robert, das ZOOM in drei Begriffen zu beschreiben. Er überlegt kurz: «Lecker. Locker. Herzlich.» Viel treffender lässt sich das Konzept wohl kaum zusammenfassen. Oder wie Robert es selbst formuliert: «Hier gibt es gute Qualität, lecker gekocht und zu einem fairen Preis.» Genau das macht das ZOOM zu einem unkomplizierten Treffpunkt für Circle-Mitarbeitende, Geschäftsreisende, Kongress- und Hotelgäste sowie die Menschen aus der Region.

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