22. Mai 2026
«Winning Mindset» mit Eishockey-Legende Ralph Krueger im Sablier
Im stilvoll eingerichteten Raum «Jardin» im Sablier Rooftop Restaurant & Bar erlebten rund 60 Gäste einen inspirierenden Abend mit einer der prägendsten Persönlichkeiten des Schweizer Eishockeys – und das zeitlich passend während der Eishockey-WM 2026 in der Schweiz. Sie folgten der Einladung der beiden Gastgeber Sablier und Flughafen Zürich AG sowie des kooperierenden Wirtschaftsförderderungs-Netzwerks von FRZ Flughafenregion Zürich. Gemeinsam mit Moderator Stephan Kaufmann sprach Ralph Krueger über Erfolgsprinzipien aus dem Spitzensport und darüber, wie sich diese selbst in herausfordernden Situationen auf Beruf und Alltag übertragen lassen.
Krueger, der dieses Jahr in die IIHF Hall of Fame aufgenommen wird, beeindruckte dabei nicht nur mit Anekdoten aus seiner 40-jährigen internationalen Sport-Karriere, sondern vor allem mit seiner reflektierten und positiven Haltung. Besonders eindrücklich war, wie offen er über seine Parkinson-Diagnose sprach, die er im Mai 2026 öffentlich gemacht hatte.
«Bringst du Energie in den Raum oder nimmst du sie heraus?»
Im Zentrum seines Talks standen fünf Grundprinzipien eines «Winning Mindsets». Den Anfang machte Krueger mit einer seiner immer wieder provokativen Fragen ans Publikum: «Bringst du Energie in den Raum oder nimmst du sie heraus?» Es entscheide sich, so Krueger, bereits beim Betreten eines Raumes, welchen Einfluss jemand auf ein Team oder eine Organisation habe. Dabei sei nicht blosser Optimismus entscheidend, sondern die Fähigkeit, lösungsorientiert zu denken und auch in schwierigen Situationen konstruktiv zu bleiben.
Krueger sprach in diesem Zusammenhang auch über seine Krankheit. Statt sich auf Dinge zu konzentrieren, die er nicht beeinflussen könne, richte er den Fokus bewusst auf das, was weiterhin möglich sei. «Ich kann kontrollieren, wie ich darauf reagiere», sagte er. Sport, Natur und bewusste Ernährung seien für ihn dadurch noch wichtigere Energiequellen geworden. Diese Fokussierung auf das Mögliche gelte genau gleich in jeder Lebens- und Arbeitssituation.
Erfolg entsteht im Team
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Bedeutung von Teamfähigkeit. Krueger erinnerte an seine Zeit als Head Coach der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft und an den kulturellen Wandel, den das Team damals durchlief.
«Wenn du in ein Team hineingehst, hörst du auf, als Einzelperson zu existieren», erklärte er. Entscheidend sei, das eigene Ego zurückzustellen und gemeinsame Ziele über persönliche Interessen zu stellen. So stelle heute jeder Spieler seine Bedürfnisse hinter diejenigen der Mannschaft, was man auch an der aktuell laufenden Eishockey-WM immer wieder sehe und spüre.
Wie stark sich eine klare Teamkultur auf den Erfolg auswirken kann, zeigte Krueger anhand zahlreicher Beispiele aus seiner Karriere. Besonders emotional wurde es, als er über die legendäre Eishockey-WM 2000 in St. Petersburg sprach, als die Schweiz überraschend den Eishockey-Giganten Russland besiegte. Die Grundlage dafür sei nicht allein Talent gewesen, sondern Vertrauen, Kommunikation und ein gemeinsamer Glaube an das Unmögliche.
Immer wieder und so auch an dieser Stelle fügte Krueger an: «Wissen ist Durchschnitt. Tun ist Exzellenz.» Genau in diesem Punkt sei die Eishockey-Nationalmannschaft stark gewachsen. Sie spreche nicht mehr nur über Dinge, sondern setze diese auf dem Eis und daneben konsequent um.
Werte als Fundament
Immer wieder kam Krueger auf die Bedeutung von Werten zurück. Erfolgreiche Teams hätten ausnahmslos starke «Wurzeln», wie er es formulierte. Dazu gehörten unter anderem Respekt, Disziplin und die Bereitschaft, kurzfristige Opfer für langfristigen Erfolg zu bringen. Krueger dazu: «Es gibt keine Gratisfahrt im Leben. Erfolg entsteht nicht zufällig, sondern durch konsequentes Handeln und tägliche Entscheidungen.»
Auch seine eigene Karriere sei alles andere als geradlinig verlaufen und habe immer wieder Disziplin und mutige Entscheidungen erfordert. Vom Trainerjob in Österreich über die Schweizer Nationalmannschaft bis in die NHL und später als Chairman des Premier-League-Clubs Southampton habe ihn dabei vor allem die Offenheit für Neues geprägt. Selbst Rückschläge wie seine Entlassung beim NHL-Team Edmonton Oilers hätten letztlich neue Türen geöffnet.
Motivation braucht ein Ziel
Zum Abschluss sprach Krueger über Motivation und darüber, weshalb sich viele Menschen oft energielos fühlen. Seine Antwort fiel überraschend einfach aus: «Wenn du morgens aufstehst und nichts hast, worauf du hinarbeitest, kannst du nicht motiviert sein.» Ob Vision, Ziel oder Traum spiele dabei keine Rolle. Wichtig sei, dass Menschen einen Grund hätten, warum sie etwas tun.
Diese Haltung zog sich durch den gesamten Abend. Krueger sprach nie über Erfolg im klassischen Sinn, sondern über das Erreichen des eigenen Potenzials. «Real winners are out there to just do the best with what they have», stellte er klar. Genau das machte seine Botschaften für viele Gäste greifbar und alltagstauglich, wie sich in der abschliessenden Fragerunde zeigte.
Beim anschliessenden Apéro riche wurden die Gespräche in entspannter Atmosphäre fortgeführt. Die Gäste liessen sich unter anderem mit gebeiztem Lachs, Rindstartar und Tarte au Citron vom Sablier-Team verwöhnen, knüpften neue Kontakte und nutzten die Gelegenheit, sich persönlich mit Ralph Krueger auszutauschen. Das stilvolle Ambiente des Sabliers mit Blick ins Grüne bot dafür den passenden Rahmen.
Der Abend zeigte einmal mehr, wie vielfältig und inspirierend die Netzwerk-Events im Sablier und in anderen Locations im Circle sind. Bereits am 18. Juni steht mit der Sablier Rooftop Party (Link) der nächste Anlass bevor – eine Gelegenheit, sich im Circle auszutauschen, zu geniessen und neue Kontakte zu knüpfen.