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14. April 2026

Creative Thinking: Wie aus Ideen Impact entsteht

Beim Auftakt der diesjährigen Eventserie der ZRH Community zeigte Dennis Lück, CEO der Kreativagentur brinkertlück, wie kreative Ideen entstehen und warum nur jene zählen, die im Markt tatsächlich Wirkung entfalten.

«Kreativität ist kein Zufall. Sie ist ein Handwerk.» Mit dieser klaren Haltung eröffnete Lück den ersten von acht Businessevents der ZRH Community in Kooperation mit FRZ Flughafenregion Zürich im Circle in diesem Jahr. Gemeinsam mit Pascal Sollberger, Co-Founder des Startups hypt, und Niklas Etzel, Innovationsberater bei 45°Nord, wurde im Verlauf des Abends deutlich, wie unterschiedlich Ideen entstehen – und woran sie in der Realität oft scheitern.

Impact statt schöner Ideen

Der Ausgangspunkt von Lücks Keynote war eine einfache, aber konsequente Frage: «Wann bringt eine Idee überhaupt etwas? Seine Antwort: Sie bringt nur dann etwas, wenn sie eine Reaktion auslöst.»

Impact entsteht für ihn immer dort, wo Aufmerksamkeit und Relevanz zusammenkommen. Viele Kampagnen erreichen, wenn überhaupt, dann nur eines von beidem. Entweder sie fallen auf, sagen aber nichts aus. Oder sie sind inhaltlich stark, werden aber nicht wahrgenommen. Erfolgreiche Ideen verbinden beides.

Dafür prüft Lück Ideen bereits in der Entwicklung. «Ich bemesse eine Idee immer bereits vorab an der erwarteten Reaktion.» Diese Denkweise hilft, früh zu erkennen, ob etwas wirklich Potenzial hat oder ob es nur gut klingt.

«Ideen entstehen nicht zufällig»

Ein zentrales Learning des Abends: Kreativität ist kein Talent, sondern ein Prozess. Dabei arbeitet Lück mit klaren Techniken. Dazu gehört etwa, Erwartungen bewusst zu brechen oder Probleme in Lösungen umzuwandeln. Besonders wirksam sei derweil die Suche nach einer «menschlichen Wahrheit» hinter einem Produkt.

Wie das konkret aussieht, zeigte er anhand von Beispielen. Für Samsung wurden grosse TV-Screens als Teil des VAR direkt ins Fussballspiel integriert. Und für Graubünden Tourismus entstand aus der einfachen Erkenntnis, dass Menschen auf idyllische Ferienfotos neidisch reagieren, ein Fotoverbot in Bergün. Beide Ideen sind nicht kompliziert, aber konsequent gedacht. Und genau deshalb fanden beide Ideen weltweit grosse Beachtung.

Von der Idee zum Business

Wie aus Ideen tatsächlich Business entsteht, vertiefte Lück zusammen mit einem Startup-Gründer und einem Innovationsberater in der anschliessenden Paneldiskussion.

Pascal Sollberger brachte die Perspektive des Gründers ein. Mit hypt hat er eine Plattform aufgebaut, die Kundenfeedback in konkrete Wachstumsimpulse für Unternehmen übersetzt. Für ihn entscheidet nicht die Idee über den Erfolg, sondern deren Umsetzung: «Ideen zu haben ist einfach. Entscheidend ist, sie möglichst schnell zu testen.» Statt lange zu diskutieren, setzt er auf frühe Marktvalidierung. «Eine Idee zeigt ihr Potenzial erst dann, wenn Kundinnen und Kunden bereit sind, dafür zu bezahlen. Alles andere bleibt Theorie», so Sollberger.

Genau deshalb täten sich gerade etablierte Unternehmen oft schwer mit Kreativität, zeigte sich Innovationsberater Niklas Etzel überzeugt «Strukturen, Hierarchien und der Fokus auf Effizienz sind im Alltag notwendig, stehen kreativen Prozessen aber häufig im Weg. Ideen werden zu früh bewertet oder in grossen Gruppen zerredet. Dabei sind Ideen am Anfang ein zartes Pflänzchen», so Etzel. Ein besonders häufiger Fehler sei, kreative Ansätze nach einem Workshop sofort dem gesamten Unternehmen auszusetzen. Ohne Schutzphase verschwinden sie schnell wieder im Tagesgeschäft.

Kreativität unter Druck

Eine besonders lebhafte Diskussion entstand bei der Frage, ob Kreativität Zeit und Freiraum braucht.

Während Lück betonte, dass er unter Zeitdruck oft besonders produktiv sei, verwies Moderator Lukas Herzog auf Studien, die einen Rückgang der Kreativität unter Druck zeigen.

Die Panelteilnehmer einigten sich darauf, dass die Wahrheit vermutlich dazwischen liege: Ideen entstehen nicht im Dauerstress, aber auch nicht im endlosen Warten. Entscheidend ist, dass Raum für Entwicklung vorhanden ist, gleichzeitig aber auch ein klarer Fokus bestehe.

Verständnis, Mut und Tempo als Schlüssel

Der Abend zeigte deutlich, dass kreative Ideen kein Selbstzweck sind. Sie sind ein Werkzeug, um Probleme zu lösen und Wirkung zu erzielen.

Dafür braucht es drei Dinge: ein klares Verständnis für relevante Probleme, den Mut zu ungewöhnlichen Ansätzen und die Fähigkeit, Ideen schnell zu testen. Unternehmen, die das beherrschen, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil.

Vor allem Dennis Lück zog das Publikum mit seiner energiegeladenen Art in den Bann und war auch beim anschliessenden Networking-Apéro ein gefragter Gesprächspartner. Die Diskussionen wurden dort in zahlreichen Gesprächen weitergeführt – ein Zeichen dafür, dass das Thema viele der Teilnehmenden direkt betrifft.

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